Swiss Disability And Development Consortium

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Development Consortium

SDDC ist ein Netzwerk mit Sitz in der Schweiz, das sich für die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die internationale Zusammenarbeit der Schweiz einsetzt.

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Was ist neu?

Nepal: Lancierung der PhotoVoice-Studie und Eröffnung der Foto-Ausstellung

Von Chantal Baumgarten | 30 März 2022 | 0 Kommentare

Die Lancierung der PhotoVoice-Studie und die Eröffnung der dazugehörigen Foto-Ausstellung hat am 8.th März 2022 in der Schweizer Botschaft in Nepal stattgefunden.

Elisabeth Von Capeller, Schweizer Botschafterin von Nepal; Suraj Sigdel, der Länderdirektor von CBM Nepal; Sony KC, unabhängige Forscherin; Meena Paudel, Sekretariatschefin der Nepal Disabled Woman Association (NDWA) sowie die Künstlerin und Studienteilnehmerin Rashmi Amatya hielten Eröffnungsreden vor Ort.

An der Veranstaltung nahmen etwa 40 Personen teil. Es handelte sich dabei um Vertreterinnen und Vertreter von Entwicklungsorganisationen, lokalen Organisationen von Menschen mit Behinderungen und der Botschaft. Drei Teilnehmerinnen des PhotoVoice-Workshops – Rashmi Amatya, Ganga Chantyal und Sunita Nepali – waren ebenfalls anwesend.

"Die Ausstellung gefällt mir sehr gut, ich bin glücklich. Das ist eine grosse Sache für mich und andere Frauen mit Behinderungen. Denn diese Ausstellung zeigt auf, wie wir in der Gesellschaft marginalisiert werden", äusserte sich Rashmi nach dem Besuch der Ausstellung.

“Ich bin so glücklich, die Ausstellung in dieser Form zu sehen. Ich dachte nicht, dass unsere Fotos so viele Menschen erreichen würden. Ich bin dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, unsere Geschichte mit anderen zu teilen”, meinte Ganga, eine andere Studienteilnehmerin.

“Ich bin eine Person mit einer Sehbehinderung, daher kann ich nicht alle Panels richtig erkennen. Aber ich habe hier erfahren, dass eine zugängliche Version der Ausstellung online verfügbar ist. Ich werde mir die Ausstellung auf jeden Fall ansehen und den Link mit meinen Freunden teilen", sagte Sunita. Sie bat darum, vor ihrer Ausstellungstafel fotografiert zu werden.

Die Studie wurde vom Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit vier Partnerorganisationen von Menschen mit Behinderungen in Nepal realisiert.

Video Transkript

Genf: Lancierung der PhotoVoice-Studie und Eröffnung der Ausstellung «My Lens My Reality»

Von Chantal Baumgarten | 30 März 2022 | 0 Kommentare

Die Lancierung der PhotoVoice-Studie und die Eröffnung der dazugehörigen Foto-Ausstellung «My Lens My Reality – über die Rechte von Frauen mit Behinderungen» fanden am 8. März 2022, dem internationalen Frauentag, statt. Während die Studie im Format eines online Events mit etwa 80 Teilnehmenden lanciert wurde, konnte die Ausstellung in kleinem Rahmen im Palais des Nations in Genf eröffnet werden. Dies war insbesondere erfreulich, da im selben Zeitraum auch die Überprüfung der Schweiz vor dem UNO-Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erfolgte.

Die beiden Eröffnungsreden hielten einerseits Botschafter Félix Baumann, Leiter der multilateralen Abteilung der Ständigen Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen, die auch das Co-Sponsoring des Events übernahm, und andererseits Mirjam Gasser, Head Advocacy der CBM Schweiz.

“Die Ausstellung "My Lens My Reality" und die ihr zugrundeliegende Studie leisten einen wichtigen Beitrag, die Realitäten von Frauen mit Behinderungen aufzuzeigen. Sie stehen vor allem im Einklang mit der UNO-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, denn es sind die Frauen mit Behinderungen, die ihre Situation selbst dokumentierten und die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind, sichtbar machen.", würdigte Botschafter Baumann die Arbeit.

Die Studie wurde vom Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit vier Partnerorganisationen von Menschen mit Behinderungen in Nepal realisiert.

Zusammenfassendes Video der Lancierung in Genf:

Archiv

Les personnes handicapées en #Ukraine ont + de difficultés à accéder à l'aide humanitaire, selon notre rapport. La Suisse doit mieux prendre en compte les personnes handicapées dans la coopération internationale et respecter la CDPH. #sddc_ch https://urlz.fr/jC70

Die Schweiz ist weit entfernt von einer inklusiven Zusammenarbeit: Das Magazin @weltsichten berichtet über die Empfehlungen des UN-Ausschusses der Behindertenrechtskonvention. Chantal Baumgarten @cbmschweiz identifiziert 3 grundlegende Defizite. #sddc_ch https://www.welt-sichten.org/artikel/40589/weit-entfernt-von-einer-inklusiven-zusammenarbeit

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Schlüsselbotschaften

Wie kann die Schweiz die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden sicherstellen?

1

Ohne Richtlinien keine Priorität. Die Schweiz braucht Richtlinien, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit zu steuern. Die derzeitigen Bemühungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen sind zu wenig umfassend, ad hoc und meist segregierend.

2

Nichts über uns ohne uns! Die Schweiz muss die volle und aktive Partizipation von Menschen mit Behinderungen auch in der internationalen Zusammenarbeit sicherstellen. Sie muss Massnahmen treffen, die die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen ermöglichen.

3

Was nicht gezählt wird, zählt auch nicht. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bei der Datenerhebung eine Vorreiterrolle einzunehmen, aber sie erhebt in ihren internationalen Programmen nicht systematisch und aufgeschlüsselt Daten zu Menschen mit Behinderungen.

4

In humanitären Krisen niemanden zurücklassen. Menschen mit Behinderungen sind in humanitären Krisen überdurchschnittlich stark betroffen. Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre humanitäre Hilfe inklusiv zu gestalten. Es ist aber nicht klar, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommt.

5

Ohne Budget keine Fortschritte. Die Schweiz muss für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit finanzielle Mittel bereitstellen und sich verpflichten, keine Programme und Dienstleistungen zu finanzieren, die Menschen mit Behinderungen ausgrenzen. 

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